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Convenience Ist Nicht Demokratisch

Convenience ist nicht demokratisch

Was wir vergessen haben und woran uns Rezo und Fridays for Future erinnern

Wir haben es uns bequem gemacht. Politik und Parteien sind zu Servicebetrieben mutiert. Aus Bürgerschaft wurden Konsumenten; Marketing und PR ersetzen inhaltliche Diskussionen und wenn wir zum Mitwirken eingeladen werden, dann zu Events und neuen Formaten. Der Experten-Mythos schläferte uns ein: “Wir machen das für euch. Konsumiert fröhlich und gelassen, wir kümmern uns. Alles ganz bequem.” Die Profis lösen die Probleme – oder auch nicht. Rezos „Zerstörung der CDU“-Video, Fridays for Future und die aktuellen Wahlergebnisse legen den Finger in die Wunde. Es gibt eine “Krise der Expertise” wie es Sascha Lobo auf der diesjährigen re;publica19 treffend formulierte.  AKKs unglückliche “Meinungsmache” gegen die YouTuber wegen deren Wahlempfehlung verdeutlicht das exemplarisch. Die Signale werden zwar gehört, aber aktuell nur im alten Glaubenssystem verstanden. Deshalb liegen die Antworten daneben. Aber darum geht es gar nicht. Demokratie kann nicht bequem sein, weder für uns, noch für die Parteien. Es geht also längst nicht mehr um beruhigende Antworten, sondern vielmehr um die Fragen, denen wir uns stellen müssen/sollen und was wir wirklich wirklich machen wollen. Das gibt es nicht in der sicheren Convenience-Ausführung. Danke Rezo, danke Fridays for Future.

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